Reise nach Tallinn

Samstagabend, am 16. Oktober 2021 ging es los, mit der S-Bahn zum ZOB in Hamburg. Ich hatte einen Flixbus nach Warschau gebucht, meine erste Reise mit einen Flixbus! Mein Rad hatte ich ebenfalls eingecheckt und nahm an, dass es hinten auf den Radgepäckträger kommt, nicht schön aber anders Richtung Tallinn zu reisen war kompliziert. Die Bahn wäre über Berlin und Stettin nach Warschau gefahren und von dort hätte ich dann von Stadt zu Stadt weiter buchen und reisen müssen um dann irgendwie zum Ziel zu gelangen. Also buchte ich Warschau Tallinn und Hamburg Tallinn per Flixbus. Eine einfache Lösung. Beide Fahrten sollten über Nacht gehen und ich buchte für die längere Strecke den Platz neben mir gleich mit; Unnötig wie sich zeigen sollte, der Bus war fast leer. So auch der Bus nach Warschau, er war zu 2/3 belegt und ein ganzes Gepäckfach war frei, so konnte ich mein Rad dort hinein legen und es musste nicht hinten an den Bus. Das war natürlich super, schließlich ist das Rad so ohne viel Dreck und hin- und herschaukeln in Warschau angekommen.

Auf der Fahrt nach Warschau hatten wir diverse Zwischenstopps und in etwa auf Höhe der ehemaligen Deutsch-Deutschen Grenze eine Zollkontrolle: Alle Mann raus aus dem Bus, das Handgepäck musste mit und auch die Koffer oder Reisetaschen musste jeder mitnehmen. Dann wurde alles durchleuchtet und in Reihe aufgestellt und ein Drogenspürhund wurde losgeschickt um nach Drogen zu suchen. Man fand nichts und wir konnten nach etwa einer Stunde weiter fahren.

Morgens gegen 7h kam ich dann in Warschau an, nahm mein Rad und mein Gepäck und baute alle Taschen an das Rad. Ich hatte die Radtaschen in eine Ikea Tasche (diese blauen) gepackt und eine weitere drüber gestülpt, sodass nichts verloren gehen konnte. Nachdem das Rad nun soweit fahrbereit war, bin ich in die Innenstadt von Warschau gefahren; Sehr schön am Sonntagmorgen, kaum Verkehr und alles schläft.

Ich hatte mir dann einen Bäcker gesucht um zu Frühstücken und um mich aufzuwärmen, es war noch sehr kalt. Ich fand einen guten Bäcker und trank zwei Kaffee, aß zwei Croissants und las ein wenig in einem Buch.

Danach radelte ich sehr lange durch die Stadt und sah mir alles an, was Tripadvisor vorgeschlagen hatte, tatsächlich kannte ich viele Sehenswürdigkeiten bereits, da ich schon ein paar mal beruflich in Warschau war. Dennoch ist es eine andere Erfahrung sich die Stadt vom Fahrrad anzuschauen.

Ich radelte also durch die Altstadt und später hinunter zur Weichsel, ein Fluss der in die Ostsee mündet. Ich bin dann den Radwegen ein wenig gefolgt und habe dann den Fluss überquert, um auf der anderen Seite weiter zu fahren. Von dort sah die Skyline der Stadt sehr schön aus…

Später fuhr ich dann zurück zum Busbahnhof, baute mein Rad wieder ab und wartete auf den Bus nach Tallinn. Der Bus kam pünktlich und auch hier kam mein Rad wieder in den Laderaum, Glück gehabt.

Ich hatte mir den Sitz neben meinem Sitzplatz ebenfalls gebucht (20€) und hatte so ausreichend Platz um die nächsten 12h zu Lesen und zu Schlafen. Gegen Mittag kam ich dann in Tallinn am Busbahnhof an und baute alle Taschen an das Rad und fuhr dann zum Hotel. Ich checkte ein, nahm mein Rad mit aufs Zimmer und holte den fehlenden Schlaf nach.

Abends sah ich mir die Stadt an, eine wirklich schöne Stadt, die ich mir gern noch einmal ansehen werde. Ich ging dann essen und später wieder zurück zum Hotel, um mich für die kommende Radreise auszuruhen.

Das Hotel: Park Inn by Radisson Meriton Conference & Spa Hotel Tallinn ist preislich total in Ordnung und das Frühstück war perfekt, Carboloading vom Feinsten!

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