Tag 14 – nach Hause

Am letzten Tag ging es nun weiter nach Norden. Ich packte mein Zelt zusammen und fuhr im Halbdunkel aus der Stadt, am Fluss entlang. Die Ruhe, so früh am Samstagmorgen war klasse und der leichte Nebel über dem Fluss und den Feldern war wunderschön.

Ich kam durch einige kleine Orte und später nach Karlstadt, ein hübscher kleiner Ort.

Der Radweg war prima und wenig befahren, auf Straßen musste ich eigentlich gar nicht fahren.

Später kam ich nach Gemünden, wo ich mir einen Kaffee am Marktplatz gönnte.

Durch den Ort fuhr eine Oldtimer-Rally und ich schaute dem Treiben ein wenig zu. Ein Moderator stellte jedes Fahrzeug vor und erklärte kurz wie alt es war und sprach auch manchmal kurz mit den Fahrern.

Weiter ging es und ich verließ den Main, denn der Radweg ging weiter nach Westen, mein Track aber nach Norden.

Entlang des Flusses Sinn ging es nun über einen recht gut ausgebauten Radweg in Richtung Bad Brückenau. Ich traf einen anderen Radler und wir fuhren ein Stück zusammen. Er berichtete von einem Radweg, dem Rhönexpress, dem wir dann gemeinsam ein wenig folgten, bis ich nach Fulda abbiegen musste.

Nun ging es über eine Hügelkette und ich machte die Höhenmeter des Tages, um dann bergab in Richtung Fulda zu fahren.

In Fulda angekommen, versorgete ich mich in einem Supermarkt mit den üblichen Snacks und Getränken und folgte nun dem Fuldaradweg immer weiter Richtung Kassel.

Diese Strecke war sehr gut zu fahren und ich machte reichlich viele Kilometer, bei gutem Wind.

Auch hier gab es viele Obstbäume und ich gönnte mir den einen oder anderen Snack.

Endlich kam ich in Rotenburg an der Fulda an. Hier gab es einen Zeltplatz und ich überlegte, wie die Reise nun weiter gehen sollte.

Ich stand nämlich vor der Wahl hier kurz zu übernachten, um am Sonntag die restlichen 400km nach Hamburg zu fahren, oder gleich in die Bahn zu steigen und spät in der Nacht zuhause anzukommen.

Das Wetter versprach Gegenwind und Regen für den Sonntag. Der Weg würde entlang der Fulda und später der Weser, noch ganz schön werden, dachte ich, aber dann kommt die Gegend nördlich von Hannover, die Heide und der Weg durch Hamburg. Flach, windig und später verkehrsreich war der Ausblick, plus ich würde erst spät in der Nacht ankommen und am Montag gleich wieder arbeiten müssen. Alles in allem keine schöne Aussicht für den Sonntag.

Ich beschloss also mit der Bahn nachhause zu fahren und das war natürlich auch ein kleines Abenteuer. Es ging am Ende aber gut aus und ich kam gegen Mitternacht zuhause an.

Chrissy nahm mich Zuhause in Empfang und es war sehr schön wieder da zu sein.

200,19km, 9:07:30h und Anstieg 1.357m

https://www.strava.com/activities/1587906810

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