Das Frühstück in dem kleinen Hotel war okay und wir radelten aus der Stadt wieder Richtung Mittelmeer. Gleich am Fuße des Hügels, auf dem die Altstadt gebaut war, fanden wir den Canal du Midi, ein Kanal, der von Toulouse bis zum Mittelmeer nach Sète führt. Entlang des Kanals ist ein sehr guter Radweg gebaut, dem wir einige Kilometer folgten.

Später kamen wir an eine sehr interessante Schleuse. An dieser Stelle fließt ein Fluss quer durch den Kanal, bei normalem Wasserstand ist das kein Problem, bei Hochwasser allerdings schon und diese Schleuse ermöglicht es, dass der Kanal bei Hochwasser nicht vollläuft.
Wir kamen nach Agde und durchfuhren die Stadt. Hier fanden wir einen bekannten Sportausrüster und ich konnte mir eine neue Sonnenbrille kaufen, die alte hatte doch arg gelitten.
Links tauchte nun eine Lagune und rechts das Mittelmeer auf, ein wunderschöner Ort. Auch hier war ich vor einigen Jahren mit meinem Sohn entlang geradelt, allerdings in die andere Richtung.

Weiter ging es entlang des Meeres und wieder durch viele Urlaubsorte, die sehr verlassen wirkten. Ja, es war schon September, allerdings hatte ich in dieser Jahreszeit hier mehr Trubel erwartet.
In einer kleinen Bar gab es Kaffee, Cola und wieder ein Eis und später sprangen wir noch für eine Erfrischung ins Meer, um dann die restlichen Kilometer anzugehen.
Wir durchfuhren La Grande-Motte, eine Stadt wie aus einem Science Fiction Film. Die Architektur, dominiert von Beton und runden Formen, ist wunderschön. Die Ampelphasen allerdings recht nervig, wir mussten alle 200m stoppen, da mal wieder rot war.
Am Ausgang der Stadt kamen wir erneut an einen kleinen Kanal, den „Canal Du Rhône à Sète. Ihm folgten wir und fuhren zwischen den Salzfeldern der Camargue hindurch, bis wir abbogen, um in den hübschen Ort Saint-Gilles zu fahren. Dort hatten wir uns in das Logis Hôtel le Cours eingebucht. Wir parkten die Räder in einer Garage um die Ecke, machten uns frisch und aßen im Restaurant des Hotels.
Später gingen wir noch ein wenig durch die Stadt und schauten uns die alte Abteikirche an.












