Tag 3 – Ab in den Süden

Morgens ging es nach einem ausgiebigen Frühstück los und ich suchte einen offenen Baumarkt. Leider musste ich nach drei Anläufen feststellen, dass es einen Lockdown für diverse Geschäft gab und so konnte ich keine Kabelbinder mehr kaufen. Doof, hatte sich doch der linke Korb an der Gabel gelöst. Ich band das dann mit einem Klettband soweit fest, dass ich gefahrlos weiter fahren konnte. Radfahren in Riga ist allerdings nicht wirklich schön, es gibt kaum Radwege, die Straßen sind schlecht und es gab viel Verkehr.

Zunächst ging es dann aber auf einer Nebenstraße in Richtung Süden. Ich fuhr nicht weiter an der Küste entlang, da ich weiter in Richtung Kaunas wollte und nicht durch Kaliningrad fahren wollte.

Kurz nach Riga war eine Reparaturstation für Fahrräder aufgebaut, das war richtig gut, da ich mit der kleinen Handpumpe nicht genug Druck auf das Hinterrad bekommen habe und der Mantel nicht richtig auf der Felge saß, der Mantel hatte eine Beule. Das wurde nun mit der großen Standpumpe behoben. Beim Vorderrad gab es ein anderes Problem: Die kleine Schraube am Ventil war so verklebt, dass sich immer das ganze Ventil mit heraus drehte, wenn ich die Schraube lösen wollte. Glücklicherweise war an der Station auch eine Zange vorhanden. Mit der konnte ich nun das Ventil festhalten und die kleine Schraube lösen und somit auch das Vorderrad wieder ordentlich aufpumpen. Es rollte sich gleich viel besser!

Später kam ich dann doch auf die große Landstraße und hatte entsprechend mehr Verkehr und viele LKWs, auch der Wind nahm zu und er kam, natürlich, aus Süden. Die Straßen da oben waren leider sehr grade und es gab keine Wäldchen, sodass ich permanent Gegenwind hatte.

Kurz vor der Grenze nach Litauen hielt ich an einer Tankstelle und kaufte mir ein Hotdog und noch etwas zu trinken und fuhr dann weiter in Richtung Süden.

Der Wind nahm weiter zu und natürlich fing es dann auch noch an zu Regnen. Durch den Regen war der Himmel allerdings wunderschön, als es anfing zu dämmern und ich radelte weiter gegen den Wind. Mittlerweile war es so windig geworden, dass ich mit einem Schnitt von etwa 12km/h die letzten 50km gefahren war. Aber egal, irgendwann kam ich völlig erledigt im Hotel an und als ich geduscht und einen Burger gegessen hatte, ging es mir auch wieder gut.

Mein Fahrrad konnte ich in einer Garage unterstellen, was gut war, denn das Hotel hatte keinen Fahrstuhl.

Das Hotel „Hotel – Bar Grafaite“ war ganz gut und mit 40€ inkl. Frühstück auch nicht wirklich teuer.

Tagesleistung:

DistanzZeit (netto)Höhenmeter
1357:24411

Gesamt:

DistanzZeit (netto)Höhenmeter
47422:551169

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